Seminar in der Klasse für

Grundlagen Design/Prototyping 

bei Anne Bergner

-> a) Roll ’n’ Run – Wild ride through aka-homecamps

 

Link zur Arbeit zum Digitalen Rundgang->

https://rundgang.abk.live/arbeit/roll-n-run-wild-ride-through-aka-homecamps/?kl%5B0%5D=klasse-fuer-grundlagen-des-designs-und-prototyping-prof-in-anne-bergner

Im Sommersemester 2020 zwangen uns die Corona-Bedingungen neue Wege des Arbeitens und die des Austauschs auszuloten. So wurde für die Studierenden das WG-Zimmer oder das ehemalige Kinderzimmer zum Wohnatelier umfunktioniert. Der Küchentisch wurde zur Werkstatt umgebaut und die Videokonferenz am Laptop zum Campus.

Trotz dieser erschwerten Bedingungen hat die Klasse Grundlagen Design und Prototyping, inspiriert vom legendären „Lauf der Dinge“ (Fischli/Weiss, 1987) gemeinsam eine Kettenreaktionsmaschine erschaffen, indem die Studierenden auf Arbeitsmaterialien zurück griffen, die sie in ihrer unmittelbaren Umgebung auftreiben und verarbeiten konnten. Somit waren Mac Gyvers Tugenden gefragt – Improvisation, Besonnenheit, Geduld, Kreativität aber auch gesunder Pragmatismus.

Die „wild rides“ entführen uns zu weit entfernten Planeten. Sie laden uns ein, kulinarische Regionen zu entdecken oder führen uns in die kreativen Techniken der Sandwichherstellung ein. Sie nehmen uns mit zu nächtlichen Exzessen und in fremde Betten. Sie lassen uns Klangwelten und surreale Atmosphären erleben oder versuchen das Wesen von Maschinen zu hinterfragen. Ursache und Wirkung – everything is connected!

-> b) 90 Gramm, Weiß – Formstudien aus Papier

 

Link zur Arbeit beim Digitalen Rundgang->

https://rundgang.abk.live/arbeit/90-gramm-weiss-formstudien-aus-papier/?kl%5B0%5D=klasse-fuer-grundlagen-des-designs-und-prototyping-prof-in-anne-bergner

Einfaches, weißes Kopierpapier ist ein typisches Allerweltsprodukt. Als vermeintliches „Material ohne Eigenschaften“ ist es vielleicht nicht die erste Wahl, wenn es um die Gestaltung komplexer und spektakulärer Objekte geht. Dafür ist es aber in Corona-Lockdown-Zeiten wohl in jedem Haushalt verfügbar. Die Studierenden haben sich über mehrere Entwicklungsphasen hinweg dem weißen A4 Kopierpapier intensiv und ausdauernd angenommen. Der primäre Fokus lag auf der Formfindung und Entwicklung. Die entstandenen Papierobjekte sollten sich entweder als eine Hülle oder als ein Gefäß verstehen. Darauf folgend übertrugen die Studierenden ihre Unikaten in digitale Schnittmuster, die sie innerhalb der Grundklasse weiterreichten, gegenseitig nachbauten und nochmals weiterentwickelten. Die kühle Strenge der weißen Objekte wurde im finalen Schritt durch farbige Varianten ergänzt, um den individuellen Formen und Charakteren der Objekte stärkeren Ausdruck zu verleihen.